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Die neusten Containerriesen mit 23'000 Containern kommen

Ab dem Sommer wird die französische Grossreederei die 23'000 TEU fassende CMA CGM Jacques Sadee in Betrieb nehmen. Diese wird statt mit herkömmlichem Schweröl mit Flüssiggas betrieben. Zudem wird ab 1. Januar 2020 die Verwendung von Schweröl auch auf Frachtschiffen verboten.

Die französische Reederei CMA CGM wird im Sommer 2020 ihren ersten mit Flüssiggas betriebenen Containerfrachter übernehmen. Die 23'000 TEU fassende CMA CGM Jacques Sadee ist der erste von neun, dann unter französischer Flagge fahrenden, Grossfrachter. Die 400 Meter langen und 61 Meter breiten (!) Containerschiffe werden dann im Europa - Asien-Dienst (FAL1) eingesetzt werden. Wann die Schiffe für Passagiere freigegeben werden, ist noch nicht klar. Normalerweise werden die Passagierkabinen erst einige Monate nach Inbetriebnahme eines Neubaus zur Buchung freigegeben, damit die zu Beginn immer auftretenden Kinderkrankheiten noch von Technikern behoben werden können.

Ein erfreuliches Zeichen kommt auch aus Madrid, wo die IMO zuhause ist, die International Maritime Organisation. Ab 1. Januar 2020 dürfen Frachtschiffe kein Schweröl mehr verwendet sondern es muss auf schwefelärmere Ölsorten (VLSFO = Very Low Sulphur Fuel Oil) ausgewichen werden oder - wie bisher bereits in speziell deklarierten Gebieten - auf Marine Gasöl. Alleine die Umstellung von Schweröl auf schwefelärmeren Treibstoff reduziert den Schwefelausstoss um den Faktor 7, wenn Marine Gasöl zum Einsatz kommt um den Faktor 35! Da die Preise für schwefelarmen Treibstoff wesentlich höher sind als die Discountpreise für Schweröl, werden die Frachtraten moderat steigen, was aus ökologischer Sicht aber durchaus zu begrüssen ist.