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HANSEATIC inspiration vor Helgoland

Reisen in aussergewöhnlichen Zeiten: Expeditionskreuzfahrt Dänemark

Regula König ist Reiseberaterin bei Globoship und liebt es, auf dem Wasser unterwegs zu sein. So hat sie die Gelegenheit genutzt, das neue Hygiene- und Sicherheitskonzept von Hapag-Lloyd Cruises persönlich an Bord der HANSEATIC inspiration zu testen.


Seien wir ehrlich: Dies war zwar der offizielle Grund meiner Reise - aber die eigentliche Motivation war meine Sehnsucht nach dem Meer, nach neuen Entdeckungen, nach dem Austausch mit den mitreisenden Passagieren und das "Verwöhntwerden" vom einmaligen Service an Bord. Und wie immer bei Hapag-Lloyd Cruises wurden meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen.

Aber was ist es genau, was eine Expedition an Bord der Flotte von Hapag-Lloyd Cruises so besonders macht?

Flexibilität
Ein Wort, welches auf unserer Reise ganz wichtig ist. Wegen einem Sturmtief, welches aus dem Westen auf uns zukommt (siehe dazu Beitrag von Urs Röthlisberger), entscheidet der Kapitän kurzum, die Route auf den Kopf zu stellen. Anstatt durch den Nord-Ostsee-Kanal und dann im Gegenuhrzeigersinn um Dänemark zu fahren, drehen wir das Ganze einfach um. So sind wir am zweiten Morgen bereits um 8 Uhr bei Helgoland, wo wir unsere erste Zodiac-Exkursion unternehmen. Zwar dürfen wir auf dieser Reise unterwegs nirgendwo anlanden, aber während der einstündigen Fahrt zwischen der Hauptinsel und der sogenannten "Düne" sehen wir viele Fischerboote, farbige Häuser, Seevögel, Kegelrobben und natürlich die berühmte "Lange Anna". Und am Schluss werden wir mit frischen Fischbrötchen von Helgoland an Deck empfangen, eine Überraschung der Chefköchin Sarah, die das Ganze vor Ort organisiert hat.


Helgoland, Deutschland

Auch während den folgenden Tagen gibt es immer wieder mal eine kleine "Surprise", sei es der ungeplante Badestopp in der 20°C warmen Ostsee, eine spontane "Line-Dancing"-Lektion durch unsere Fitness-Instruktorin Aniko, da sie unsere Begeisterung dafür mitbekommen hat oder der lokal gebraute und soeben an Bord geholte Schnaps, der uns im Nord-Ostsee-Kanal vom Hotelmanager offeriert wird.


Der absolute Höhepunkt, welcher bis kurz vorher geheim gehalten wurde, war dann eine Zodiac-Exkursion mitten durch Kopenhagen hindurch, auf den Wasserstrassen vom Parlamentsgebäude bis zur kleinen Meerjungfrau! So konnten wir Kopenhagen von einer ganz anderen Perspektive entdecken und liessen uns auch von den Gewitterwolken nicht abschrecken. Nach rund 1 3/4 Stunden kamen wir durchgefroren, aber mit vielen wunderbaren Eindrücken wieder zurück an Bord, wo wir uns im warmen Pool aufwärmten.


Kopenhagen, Dänemark

 

Deutschsprachig
Hapag-Lloyd Cruises ist die einzige deutschsprachige Reederei im 5-Sterne-Segment. Dies bedeutet, dass viele Abfahrten nur Deutschsprachig oder Deutsch-/Englisch-sprachig durchgeführt werden. Gerade bei den Experten-Vorträgen kann dies ein grosser Vorteil sein, denn die zum Teil komplexe Fachsprache ist schon für Muttersprachler eine Herausforderung! Zudem kann niemand so witzig historische Zusammenhänge erklären wir unser Dialekt-sprechende Historiker Dr. Arne Kertelhein, der regelmässig das HanseAtrium zum Bersten bringt, da sogar die Expeditionscrew den Vorträgen lauschen will.


Schön ist auch, dass die Kellner die Menüs auf Deutsch erklären können und die Kabinen-Stewardessen uns täglich mit einem herzlichen "Guten Morgen" begrüssen. So fühlt man sich an Bord sofort Zuhause und kann seine Wünsche und Anliegen ohne Schwierigkeiten kommunizieren.


Das HanseAtrium, welches für Briefings, Vorträge aber auch Abendunterhaltung genutzt wird

 

Rundum-Service
Es gibt kaum eine Reederei, die so oft ausgezeichnet wird für ihren Top-Service aber auch die Ausstattung an Bord, wie Hapag-Lloyd Cruises. Dies spürt man als Passagier überall - sei es bei der Einschiffung, wo man von der Crew persönlich "Willkommen" geheissen und auf die Kabine gebracht wird, bei der Infrastruktur der Kabine (ein Swarovski-Fernglas liegt schon auf dem Tisch bereit) oder im Service, der in allen Restaurants, Lounges und Bars ausgezeichnet ist. Trotz den aktuell schwierigen Umständen, werden die Gäste professionell aber herzlich bedient, umsorgt und eben verwöhnt - so wie sich das die Gäste schon seit je her gewohnt sind. Dies macht gerade unsere Expedition, welche ohne Landgänge auskommen muss, zu einem ganz besonderen Erlebnis und wir sind uns alle einig, dass das Leben an Bord alleine schon genügend aufregend, erholsam und bereichernd ist - da braucht es gar keine exotischen Fernziele mehr, um die Reise geniessen zu können.


Gemütliche Observation Lounge am Bug

 

Corona
Das Unwort des Jahres muss leider auch an Bord ab und zu ausgesprochen werden. Dies besonders bei den ersten Briefings durch die Crew und zwischendurch auch mal von den Mitreisenden, wenn mal wieder jemand von uns die Maske auf der Kabine vergessen hat. Maskenpflicht gilt in allen öffentlichen Bereichen (ausser man sitzt am Tisch oder an seinem Platz in den Lounges) und auch an Deck, sofern der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann. Sanft werden wir von der Expeditionsleitung an das bevorstehende, kontaktlose Temperaturmessen erinnert, welches wir prompt wieder mal vergessen hatten - denn Vergessen tun wir während der Reise nicht nur unseren Alltag, sondern eben auch Corona. Und so kommen wir ganz erholt, sorgenfrei und entspannt wieder in Hamburg an.

Die Reise ist viel zu schnell vorbei und so stehe ich mit einem Gefühl der Wehmut am letzten Morgen an Deck und verabschiede mich mit schwerem Herzen von der Crew, dem Schiff und meinen Mitreisenden. Egal was diese aussergewöhnlichen Zeiten noch alles für uns bereit halten, eines weiss ich ganz sicher: das war nicht meine letzte Expedition an Bord der HANSEATIC inspiration!